Das Fisch-Paradoxon: Wie gesund ist Fisch heute noch?

Das Fisch-Paradoxon: Wie gesund ist Fisch heute noch?

Fisch gilt als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt – vor allem fetter Seefisch mit seinen entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig sind viele Bestände überfischt, und in Meeren und Flüssen reichern sich Schadstoffe wie Quecksilber, PCB und PFAS an. Ist die Empfehlung, regelmäßig Fisch zu essen, also noch zeitgemäß?

In diesem Artikel ordnen wir ein, was Fisch für die Gesundheit leistet, welche Belastungen es gibt und woran Sie beim Einkauf guten Fisch erkennen. Und wir zeigen, wie Sie sich auch ohne Fisch gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgen.

Warum Fisch als gesund gilt

Fisch liefert eine Kombination von Nährstoffen, die in anderen Lebensmitteln selten zusammen vorkommt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung bezeichnet Fisch und Meeresfrüchte deshalb als wertvollen Bestandteil einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung [4] .

Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA Vor allem fetter Seefisch wie Hering, Makrele oder Lachs liefert diese langkettigen Fettsäuren, die an der Regulation von Entzündungen beteiligt sind und für Herz, Gehirn und Augen eine wichtige Rolle spielen.
Jod Seefisch gehört zu den wenigen natürlichen Jodquellen. Jod braucht der Körper für die Bildung von Schilddrüsenhormonen.
Vitamin D Fettreiche Fische zählen zu den wenigen Lebensmitteln, die nennenswerte Mengen Vitamin D enthalten.
Eiweiß und Selen Fisch liefert gut verdauliches Eiweiß und das Spurenelement Selen, das zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche [2] . In einer viel zitierten Auswertung kamen die Harvard-Forscher Dariush Mozaffarian und Eric Rimm zu dem Ergebnis, dass ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche, vor allem mit fettem Fisch, das Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, um gut ein Drittel senken [1] . Ihr Fazit: Für die meisten Erwachsenen überwiegt der Nutzen die Risiken durch Schadstoffe deutlich.

Das Paradox: Fisch im 21. Jahrhundert

Meeresschildkröte schwimmt mit einer Plastiktüte im Meer

Wer bei Fischerei an bunte Kutter und romantische Küstendörfer denkt, liegt leider weit daneben. Laut der Welternährungsorganisation FAO gelten weltweit 37,6 Prozent der untersuchten Fischbestände als nicht mehr nachhaltig befischt [3] . Industrielle Fangmethoden wie Grundschleppnetze zerstören empfindliche Lebensräume am Meeresboden und holen viel Beifang mit an Bord. Hinzu kommen Schadstoffe, die sich entlang der Nahrungskette in Fischen anreichern.

Sind Meeresfrüchte die bessere Wahl?

Leider nein. Garnelen, Krabben und andere Meeresfrüchte werden häufig mit Grundschleppnetzen gefangen. Dabei landet oft ein großer Anteil an Beifang im Netz, und der Meeresboden wird beschädigt. Eine Ausnahme sind Miesmuscheln aus nachhaltiger Zucht: Sie werden nicht gefüttert, filtern ihre Nahrung selbst aus dem Wasser und stehen auf der „Guter Fisch“-Liste der Verbraucherzentralen und Umweltverbände [9] .

Ist Fisch aus Aquakultur die Lösung?

Nicht automatisch. Je nach Betrieb wird Wildfisch zu Futter verarbeitet, es kommen Antibiotika oder Pestizide zum Einsatz, und der Energie- und Wasserverbrauch ist hoch. Bei Fisch zählen deshalb Art, Herkunft und Produktionsweise mehr als die reine Menge, die Sie essen.

Welche Schadstoffe im Fisch stecken können

Fische nehmen Schadstoffe aus dem Wasser und über ihre Nahrung auf. Je älter, größer und fettreicher ein Fisch ist und je weiter oben er in der Nahrungskette steht, desto mehr kann sich anreichern.

Schadstoff Wo er vor allem vorkommt Was bekannt ist
Methyl­quecksilber große, ältere Raubfische wie Hai, Schwertfisch und große Thunfische; in Deutschland gemessen vor allem in Thunfisch, Dornhai und Rotbarsch kann die Entwicklung des Nervensystems bei Ungeborenen und Säuglingen beeinträchtigen [4]
PCB und Dioxine fettreiche Fische aus belasteten Gewässern, etwa Aal; auch Zuchtlachs kann betroffen sein [5] langlebig, reichern sich im Fettgewebe an; stehen mit Störungen von Immun- und Hormonsystem in Verbindung
PFAS in Stichproben aus Nord- und Ostsee unter anderem Scholle, Hering, Steinbutt und Krabben Fisch gehört laut EFSA zu den Hauptquellen; die tolerierbare Wochenmenge wird teils schon durch eine Portion erreicht [6, 7]
Mikroplastik vor allem im Magen-Darm-Trakt von Fischen, der meist entfernt wird; Muscheln werden dagegen ganz gegessen die Aufnahme über Fisch gilt als gering, die Wirkung auf den Menschen ist noch nicht abschließend bewertet [8]

Was sind PFAS und PCB? PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind Industriechemikalien, die Produkte wasser-, fett- und schmutzabweisend machen, etwa Outdoor-Kleidung, beschichtete Pfannen oder Lebensmittelverpackungen. Sie werden in der Umwelt kaum abgebaut und heißen deshalb auch „Ewigkeitschemikalien“. PCB (polychlorierte Biphenyle) wurden früher in Kühlmitteln, Farben und elektrischen Geräten eingesetzt. Obwohl sie seit Jahrzehnten verboten sind, finden sie sich noch immer in Böden, Gewässern und fettreichen Lebensmitteln.

Was Forschende aktuell beschäftigt

Im Sommer 2025 ließ Greenpeace 17 Proben von Fischen, Krabben und Muscheln aus Häfen und Geschäften an Nord- und Ostsee auf PFAS untersuchen, die Ergebnisse wurden im Oktober 2025 veröffentlicht. In allen Proben wurden PFAS gefunden. Bei Hering, Scholle und Steinbutt könnte laut Greenpeace schon eine Portion von 150 Gramm ausreichen, um die von der EFSA empfohlene Höchstmenge pro Woche zu erreichen [6, 7] . Die Stichprobe ist klein und nicht repräsentativ, zeigt aber, dass PFAS ein Thema sind, das Behörden und Forschung weiter beobachten.

Auch Mikroplastik wird intensiv erforscht. Die EFSA hat Mikroplastik in Meeresfrüchten bereits 2016 bewertet. Da es sich vor allem im Verdauungstrakt der Fische findet, wird ein Großteil beim Ausnehmen entfernt. Für eine abschließende Bewertung der gesundheitlichen Folgen fehlen bisher ausreichende Daten [8] .

Für Schwangere und Stillende: Fisch bleibt auch in Schwangerschaft und Stillzeit empfehlenswert, weil Omega-3-Fettsäuren und Jod wichtig für die Entwicklung des Kindes sind. Meiden sollten Sie aber große Raubfische mit hohen Quecksilbergehalten wie Hai, Schwertfisch und große Thunfische [4] . Greifen Sie stattdessen zu kleineren Fischarten wie Hering, Makrele, Sardine oder Forelle.

Wichtig zur Einordnung: Die Schadstoffe im Fisch sind real, der gesundheitliche Nutzen aber auch. Für die meisten Erwachsenen, die abwechslungsreich ein- bis zweimal pro Woche Fisch essen, überwiegen nach heutigem Wissensstand die Vorteile [1, 4] . Entscheidend ist, welchen Fisch Sie wählen.

5 Regeln für den Fischeinkauf

Großer Fischschwarm im blauen Wasser, von unten fotografiert
Verzichten Sie auf bedrohte Arten Bestände +

Einige Arten gelten seit Jahren als stark gefährdet, etwa Aal, Dornhai (oft als „Schillerlocke“ verkauft), viele Hai- und Rochenarten sowie Granatbarsch. Sie wachsen langsam, werden spät geschlechtsreif und erholen sich deshalb nur schwer. Lassen Sie diese Arten im Regal liegen.

Kleine Fische statt großer Raubfische Quecksilber +

Quecksilber reichert sich entlang der Nahrungskette an. Große, alte Raubfische wie Hai, Schwertfisch oder große Thunfische sind daher am stärksten belastet [4] . Kleine, kurzlebige Arten wie Hering, Sardine, Sardelle oder Makrele enthalten deutlich weniger und liefern trotzdem viele Omega-3-Fettsäuren.

Wechseln Sie die Sorten ab Vielfalt +

Verschiedene Fischarten sind unterschiedlich mit Schadstoffen belastet und unterschiedlich stark befischt. Wer abwechselt, statt immer dieselbe Sorte zu kaufen, senkt das Risiko einer einseitigen Schadstoffaufnahme und entlastet gleichzeitig einzelne Bestände.

Achten Sie auf Herkunft, Fangmethode und Siegel Einkauf +

Ob ein Fisch empfehlenswert ist, hängt nicht nur von der Art ab, sondern auch davon, wo und wie er gefangen oder gezüchtet wurde. Zwei Einkaufshilfen machen die Entscheidung leichter:

  • Die „Guter Fisch“-Liste der Verbraucherzentralen und Umweltverbände nennt Fische, die Sie ohne Bedenken kaufen können, zum Beispiel Seelachs aus der Barentssee, Schellfisch aus der Nordsee oder Rot- und Ketalachs aus Alaska [9] .
  • Der WWF-Fischratgeber bewertet Fischarten nach Fanggebiet und Fangmethode mit einem Ampelsystem.

Bei Zuchtfisch stellen Bio-Siegel und das Naturland-Siegel vergleichsweise strenge Anforderungen. Die verbreiteten Siegel MSC (Wildfang) und ASC (Zucht) sind eine Orientierung, stehen bei Umweltverbänden aber teils in der Kritik, weil ihre Kriterien als zu schwach gelten.

Regional ist bei Fisch nicht automatisch besser Herkunft +

Bei Obst und Gemüse ist regional meist die beste Wahl. Bei Fisch ist es komplizierter: Überfischung und Schadstoffe machen nicht an der Landesgrenze halt, auch Nord- und Ostsee sind belastet. Regional lohnt sich vor allem bei Süßwasserfischen aus kontrollierter Zucht wie Forelle, Saibling oder Karpfen. Bei Meeresfischen sind Bestand und Fangmethode wichtiger als die Nähe.

Omega-3 ohne Fisch: Was Algenöl leisten kann

Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren

Wenn Sie vegetarisch oder vegan leben oder aus den genannten Gründen auf Fisch verzichten möchten, stellt sich die Frage: Woher bekommen Sie dann genug Omega-3-Fettsäuren? Dafür lohnt ein Blick auf die drei wichtigsten Formen.

ALA (Alpha-Linolensäure) Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure steckt in Leinöl, Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen, Hanf- und Rapsöl. Sie ist lebenswichtig, der Körper kann sie aber nur zu einem kleinen Teil in EPA und DHA umbauen [10] .
EPA (Eicosapentaensäure) Kommt vor allem in Fisch und Mikroalgen vor und ist besonders an der Regulation von Entzündungen und an der Gefäßfunktion beteiligt.
DHA (Docosahexaensäure) Ist ein wichtiger Baustein von Gehirn, Nervenzellen und Netzhaut. Aus ALA bildet der Körper nur sehr wenig DHA, deshalb ist eine direkte Zufuhr sinnvoll [10] .

Fische bilden EPA und DHA übrigens größtenteils nicht selbst: Sie nehmen die Fettsäuren über Mikroalgen in ihrer Nahrung auf. Algenöl setzt genau dort an und liefert EPA und DHA direkt aus der Quelle.

Das spricht für Algenöl

  • liefert die direkt wirksamen Formen EPA und DHA
  • rein pflanzlich und für vegane Ernährung geeignet
  • schont Fisch- und Krillbestände
  • wird in geschlossenen Anlagen hergestellt, ohne Belastung aus dem Meer

Darauf sollten Sie achten

  • Algenöl ist vergleichsweise teuer und nicht klimaneutral
  • kühl und dunkel lagern und zügig aufbrauchen, bevor es ranzig wird
  • nur für die kalte Küche: über Salat, Pasta oder ein paar Tropfen in die fertige Suppe
  • nicht erhitzen, weil die empfindlichen Fettsäuren dabei zerstört werden

Als Grundversorgung bleiben pflanzliche ALA-Quellen wie Leinöl, Walnüsse und Chiasamen trotzdem wertvoll, zum Beispiel ein Esslöffel Leinöl im Joghurt oder eine Handvoll Walnüsse als Snack.

Antientzündlich kochen im Alltag: Im Kochbuch „Layers of Taste“ von Nicolai Loboda, Sarah Kurth und Nathalie Pfister finden Sie Rezepte, die Entzündungen im Körper entgegenwirken und sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Häufige Fragen zum Fischkonsum

Wie oft sollte ich Fisch essen? +

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zwei Portionen pro Woche [2] . Mehr bringt keinen zusätzlichen Nutzen, kann aber die Aufnahme von Schadstoffen erhöhen. Wichtiger als die Menge ist eine abwechslungsreiche Auswahl.

Welcher Fisch ist am wenigsten mit Quecksilber belastet? +

Kleine, kurzlebige Arten, die weit unten in der Nahrungskette stehen, etwa Hering, Sardine, Sardelle, Makrele oder Forelle. Am stärksten belastet sind große Raubfische wie Hai, Schwertfisch und große Thunfische [4] .

Ist Zuchtfisch schlechter als Wildfisch? +

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Zuchtfisch entlastet die Wildbestände, kann aber je nach Haltung mit Antibiotika, Futter aus Wildfisch und Umweltbelastungen verbunden sein. Achten Sie bei Zuchtfisch auf Bio- oder Naturland-Siegel und bei Wildfisch auf Fanggebiet und Fangmethode.

Darf ich in der Schwangerschaft Fisch essen? +

Ja, Fisch ist in Schwangerschaft und Stillzeit sogar empfehlenswert, weil er Omega-3-Fettsäuren und Jod liefert. Verzichten sollten Sie aber auf große Raubfische wie Hai, Schwertfisch und große Thunfische, da sie viel Quecksilber enthalten können [4] . Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt.

Reicht Leinöl als Ersatz für Fisch? +

Leinöl ist eine sehr gute Quelle für die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA. Der Körper wandelt ALA aber nur zu einem kleinen Teil in EPA und kaum in DHA um [10] . Wer keinen Fisch isst, kann die Versorgung mit EPA und DHA mit Algenöl ergänzen.

Kann ich mit Algenöl kochen oder braten? +

Nein. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Algenöl sind hitzeempfindlich. Verwenden Sie es nur kalt, zum Beispiel im Salatdressing oder als Topping auf fertigen Gerichten.

Fazit

Aus ernährungsmedizinischer Sicht bleibt Fisch ein wertvolles Lebensmittel, vor allem wegen seiner langkettigen Omega-3-Fettsäuren und seines günstigen Nährstoffprofils. Gleichzeitig ist das Umfeld komplexer geworden: Überfischung, Aquakultur und Schadstoffe gehören heute zur Wahrheit dazu. Ein zeitgemäßer Umgang mit Fisch bedeutet daher nicht unbedingt Verzicht, sondern Bewusstsein.

Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Fisch, wechseln Sie die Sorten ab, bevorzugen Sie kleine Arten und achten Sie auf Herkunft und Siegel. Und wenn Ihr persönlicher Weg zum Verzicht führt, versorgen Sie sich mit Algenöl und pflanzlichen Omega-3-Quellen trotzdem gut.

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Quellen

  1. Mozaffarian D, Rimm EB. Fish intake, contaminants, and human health: evaluating the risks and the benefits. JAMA. 2006;296(15):1885–1899. DOI: 10.1001/jama.296.15.1885
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Gut essen und trinken – die DGE-Empfehlungen. Bonn; 2024.
  3. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO). The State of World Fisheries and Aquaculture 2026. Rom: FAO; 2026.
  4. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Schwangere und Stillende sollten Fischarten mit hohen Gehalten an Methylquecksilber meiden. Presseinformation Nr. 17/2024, 28.05.2024.
  5. Hites RA, Foran JA, Carpenter DO, et al. Global assessment of organic contaminants in farmed salmon. Science. 2004;303(5655):226–229. DOI: 10.1126/science.1091447
  6. EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM). Risk to human health related to the presence of perfluoroalkyl substances in food. EFSA Journal. 2020;18(9):6223. DOI: 10.2903/j.efsa.2020.6223
  7. Greenpeace e. V. Greenpeace-Recherche weist gesundheitsgefährliche Chemikalien in Speisefischen aus Nord- und Ostsee nach. Pressemitteilung, 13.10.2025.
  8. EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM). Presence of microplastics and nanoplastics in food, with particular focus on seafood. EFSA Journal. 2016;14(6):4501. DOI: 10.2903/j.efsa.2016.4501
  9. Verbraucherzentralen, Deutsche Umwelthilfe, GEOMAR, NABU, WWF. „Guter Fisch“-Liste. Stand Dezember 2025. https://www.vzhh.de/guter-fisch-liste
  10. Baker EJ, Miles EA, Burdge GC, Yaqoob P, Calder PC. Metabolism and functional effects of plant-derived omega-3 fatty acids in humans. Progress in Lipid Research. 2016;64:30–56. DOI: 10.1016/j.plipres.2016.07.002
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